Unsere Ausbaupläne im Planungsabschnitt 5 (Immenreuth-Waldershof)

Wir haben viel vor in unserem fünften Planungsabschnitt: Auf den rund 18 Kilometern von Immenreuth bis nach Waldershof werden neben dem Bau der Oberleitungsanlage auch 7 Straßenbrücken und 7 Eisenbahnbrücken angepasst oder neugebaut. Außerdem wird ein Überholgleis verlängert, ein neues Stellwerk gebaut und Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. Mit den Tunneln Armannsberg und Langentheilen gibt es in diesem Abschnitt besondere Herausforderungen. Genaue Angaben zu den geplanten Maßnahmen finden Sie in unserer Übersichtskarte und in den detaillierten Informationen weiter unten. 

Häufige Fragen zu den Ausbauplänen

 

Interaktive Streckenkarte

Wichtiger Hinweis für Anwohner in Marktredwitz: Der Ausbau der Bahnstrecken im Stadtgebiet von Marktredwitz erfolgt gebündelt im Projekt Hof–Marktredwitz. Die Maßnahmen in diesem Bereich sind deswegen hier nicht enthalten. 

 

Straßenbrücke Lenau

Beim Kulmainer Ortsteil Lenau kreuzt die Straße in Richtung Döberein die Bahnstrecke auf einer Straßenbrücke. Die Straßenbrücke befindet sich im Besitz der Gemeinde Kulmain. Die Höhe der Brücke ist für die Elektrifizierung nicht ausreichend. Deswegen ist ein Neubau an gleicher Stelle vorgesehen.

Die Straßenbrücke Lenau liegt im Planungsabschnitt 4 und ist hier nur zur Info aufgeführt. 

Straßenbrücke Aign

Beim Kulmainer Ortsteil Aign führt die Staatsstraße 2665 von Kulmain kommend in Richtung Brand auf einer Brücke über die Bahnstrecke. Für die Straßenbrücke ist das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach zuständig. Die Straßenbrücke hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifizierung. Deswegen ist ein Neubau der Brücke an gleicher Stelle vorgesehen. 

Eisenbahnbrücke Aign

Beim Kulmainer Ortsteil Aign führt eine Gemeindestraße unter der Bahnstrecke hindurch. Die Straße verbindet die Häuser auf beiden Seiten der Bahn miteinander. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. An der Brücke muss aus Sicherheitsgründen eine Erdung vorgenommen werden. 

Eisenbahnbrücke Unterwappenöst

Im Gemeindegebiet Kulmain führt eine Gemeindeverbindungsstraße von Unterwappenöst zur Kreisstraße bzw. zur Staatsstraße unter der Bahn hindurch. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. An der Brücke muss aus Sicherheitsgründen eine Erdung vorgenommen werden. 

Straßenbrücke Oberwappenöst

Bei den Kulmainer Ortsteilen Oberwappenöst und Unterwappenöst kreuzt die Ortsverbindungsstraße die Bahnstrecke auf einer Straßenbrücke, nur wenige Meter vom westlichen Portal des Tunnels Armannsberg entfernt. Die Straßenbrücke befindet sich im Besitz der Gemeinde Kulmain.  Die Straßenbrücke hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifzierung. Deswegen ist ein Neubau an gleicher Stelle vorgesehen. Dabei wird die Straßenbreite gemäß aktueller Vorschriften umgesetzt. Die genaue Ausgestaltung der neuen Brücke ist abhängig von den konkreten Maßnahmen am Tunnel Armannsberg.

Tunnel Armannsberg

Bei Oberwappenöst führt die Bahnstrecke durch einen Tunnel. Der Tunnel trägt bei der DB den Namen Armannsberg, obwohl er eigentlich durch den Armesberg führt. Gebaut wurde er im Jahr 1877 - also schon vor mehr als 140 Jahren. Der Tunnel ist rund 800 Meter lang und zweigleisig. Weil der Querschnitt des Tunnels zu niedrig für die Elektrifizierung ist, wurden in der Vorplanung verschiedene technische Varianten für den Tunnel untersucht.

Variantenplanung zum Tunnel Armannsberg ansehen

Eisenbahnbrücke Wernersreuth

Im Gemeindegebiet Neusorg führt ein Feldweg beim Ortsteil Wernersreuth unter der Bahn hindurch. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. An der Brücke muss aus Sicherheitsgründen eine Erdung vorgenommen werden. Außerdem werden auf der Brücke zusätzliche Randwege ergänzt, damit die Brücke für Inspektionen sicher zugänglich ist. 

Straßenbrücke Feldweg Wernersreuth

Beim Neusorger Ortsteil Wernersreuth kreuzt ein Feldweg die Bahnstrecke. Der Feldweg wird hier auf einer Straßenbrücke über die Bahn geführt. Der Feldweg dient ausschließlich dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zu den Feldern und dem Waldstück auf der anderen Bahnseite. Die Straßenbrücke ist im Besitz der Gemeinde Neusorg. Die Straßenbrücke hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifizierung. Die Gemeinde Neusorg beabsichtigt unabhängig davon einen Neubau der Brücke in einem von der Elektrifizierung unabhängigen Projekt. Ansonsten würde die Brücke im Rahmen der Elektrifizierung an der bisherigen Stelle erneuert werden.

Eisenbahnbrücke Riglasreuth/Wernersreuth

Im Gemeindegebiet Neusorg führt die Kreisstraße TIR 21 von Wernersreuth aus unter der Bahnstrecke hindurch nach Riglasreuth. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. An der Brücke muss aus Sicherheitsgründen eine Erdung vorgenommen werden. Außerdem werden auf der Brücke Randwege ergänzt, damit die Brücke für Inspektionen sicher zugänglich ist. An der kreuzenden Kreisstraße sind keine dauerhaften Änderungen vorgesehen. 

Riglasreuther Eisenbahnviadukt

Beim Neusorger Ortsteil Riglasreuth führt die Bahnstrecke auf einem großen Eisenbahnviadukt über die Fichtelnaab. Die Eisenbahnbrücke ist 150 Meter lang und rund 40 Meter hoch. Im Rahmen der Elektrifizierung wurden verschiedene Varianten für das Viadukt untersucht. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen ist voraussichtlich ein Neubau der Brücke die Vorzugslösung. Aber eine endgültige Entscheidung, ob ein Neubau erforderlich ist oder das Bestandsbauwerk erhalten werden kann, ist noch nicht gefallen.

Straßenbrücke Naabtalstraße Neusorg

In Neusorg führt die Staatsstraße 2181 bei der Naabtalstraße auf einer Straßenbrücke über die Bahnstrecke sowie über die Steinwaldstraße/An der Point. Die Straßenbrücke ist im Besitz des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach. Die Straßenbrücke hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifzierung. Um einen Neubau der Straßenbrücke zu vermeiden, ist eine Absenkung der Gleise unter der Straßenbrücke vorgesehen. An der Straßenbrücke wird lediglich eine Erdung vorgenommen und ein Berührschutz nachgerüstet. 

Bahnhof Neusorg

Der Neusorger Bahnhof liegt südlich des Ortskerns. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Eisenbahn und dem Bau der Bahnstrecke von Nürnberg nach Cheb verbunden. Auch heute noch ist die Bahnanbindung für die Menschen in der Gemeinde wichtig: Vom Bahnhof Neusorg aus geht es stündlich in beide Richtung - über Kirchenlaibach Richtung Bayreuth bzw. Coburg und über Marktredwitz in Richtung Hof bzw. Bad Steben.

Mit dem Bahnausbau sind auch im Bahnhof Neusorg Änderungen vorgesehen: Das Gleis 3 soll verlängert werden, damit es als Überholgleis für 740 Meter lange Güterzüge nutzbar ist. Dazu muss der Bahndamm verbreitert werden. Zur Steinwaldstraße hin ist dazu eine Sützmauer erforderlich.Die bestehende Personenunterführung wird aus Sicherheitsgründen geerdet. Darüberhinaus entsteht im Bahnhof Neusorg ein neues Elektronisches Stellwerk, voraussichtlich auf der Seite nördlich der Gleise. Dafür wird auf Bahngrund ein Modulgebäude errichtet.

Straßenbrücke Mengersreuth

Im Gemeindegebiet von Pullenreuth führt bei Mengersreuth eine Nebenstraße über die Bahnstrecke in Richtung Haidelfurth und Höll. Die Straßenbrücke ist im Besitz der Gemeinde Pullenreuth. Die Straßenbrücke hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifizierung. Als Vorzugslösung ist der Neubau der Brücke vorgesehen. 

Fußgängersteg Wanderweg

Im Gemeindegebiet Pullenreuth führt auf einem schmalen Fußgängersteg im Wald zwischen Dreihäuser und Langentheilen ein Wanderweg über die Bahnstrecke. Der Fußgängersteg ist im Besitz der Gemeinde Pullenreuth. Der Fußgängersteg hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifizierung. Deswegen ist ein Neubau des Fußgängersteges an gleicher Stelle vorgesehen.

Tunnel Langentheilen

Bei den Pullenreuther Ortsteilen Langentheilen und Leimgruben führt die Bahnstrecke durch einen Tunnel. Der Tunnel trägt bei der DB den Namen Langentheilen. Gebaut wurde er im Jahr 1877 - also schon vor mehr als 140 Jahren. Der Tunnel ist knapp 800 Meter lang und zweigleisig. Weil der Querschnitt des Tunnels zu gering für die Elektrifizierung ist, wurden in der Vorplanung verschiedene technische Varianten für den Tunnel untersucht.

Variantenplanung zum Tunnel Langentheilen ansehen

Eisenbahnbrücke Feldweg bei Waldershof

Südwestlich von Waldershof kreuzt ein Feldweg die Bahnstrecke. Der Feldweg dient ausschließlich dem landwirtschaftlichen Verkehr zum Zugang der Felder auf der anderen Bahnseite. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. An der Brücke muss aus Sicherheitsgründen eine Erdung vorgenommen werden. 

Straßenbrücke beim Bahnhof Waldershof

In Waldershof kreuzt im Bahnhofsbereich die Kreisstraße TIR 17/Rodenzenreuther Straße die Bahnstrecke auf einer Straßenbrücke. Die Brücke befindet sich im Besitz des Staatlichen Bauamtes Sulzbach-Rosenberg. Die Höhe der Straßenbrücke ist für die Elektrifizierung ausreichend. An dem Bauwerk muss aber eine Erdung vorgenommen sowie ein Berührungsschutz nachgerüstet werden. Außerdem muss an den Stützen der Straßenbrücke aus Sicherheitsgründen ein Anprallschutz nachgerüstet werden. 

Schallschutz

Gute Nachricht für die Anwohner an der Bahnstrecke Nürnberg–Marktredwitz: Durch die Elektrifizierung wird es für alle Anwohner entlang der Strecke leiser als bisher. Neben vielen weiteren Vorteilen sind die klimafreundlichen elektrischen Züge nämlich auch leiser als Dieselzüge – schließlich haben sie keinen lauten Motor. Von dieser Verbesserung profitieren alle Anwohner. An den Stellen, an denen es durch zusätzliche Züge dennoch lauter werden würde, sehen wir zusätzliche Schutzmaßnahmen vor wie den Bau von Schallschutzwänden. Bei allen Planungen zum Lärmschutz halten wir uns an die gesetzlichen Vorgaben gemäß 16. Bundesimmissionsschutzverordnung. Diese schützt die Anwohner davor, dass es aufgrund des Ausbaus lauter wird als zuvor.

Im Planungsabschnitt 5 sollen zum Schutz der Anwohner vor einer Zunahme des Lärms nach derzeitigem Wissensstand auf insgesamt rund drei Kilometern Länge Schallschutzwände mit einer Höhe von zwei bis vier Metern gebaut werden. Außerdem können rund 20 Wohneinheiten mit passiven Schutzmaßnahmen ausgerüstet werden. Insgesamt ist im Planungsabschnitt 5 nach derzeitigem Wissensstand ein Volumen von rund 5 Mio. Euro für den Schallschutz vorgesehen. Damit werden Anwohner in den Gemeindegebieten Kulmain, Neusorg und Waldershof geschützt.

Wichtiger Hinweis für Anwohner in Marktredwitz: Der Ausbau der Bahnstrecken im Stadtgebiet von Marktredwitz erfolgt gebündelt im Projekt Hof–Marktredwitz. Die Maßnahmen in diesem Bereich sind deswegen hier nicht enthalten. 

mehr Infos zu Schallschutz

Erschütterungsschutz

Um die Anwohner an unseren Bahnstrecken vor einer Zunahme der Erschütterungen durch den Bahnausbau zu schützen, erstellen wir im Rahmen der Vorplanung eine "erschütterungstechnische Untersuchung". Dabei ermitteln wir unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie der Beschaffenheit des Untergrundes oder der Häufigkeit der Vorbeifahrten die potentiell betroffenen Gebäude. Dazu werden auch Messungen vor Ort durchgeführt. 

Im Planungsabschnitt 5 wurden bei der erschütterungstechnischen Untersuchung keine potentiell betroffenen Gebäude identifiziert. Weil hier also keine Anwohner unter einer Zunahme der Erschütterungen leiden werden, sind in diesem Abschnitt keine Schutzmaßnahmen notwendig. Es wurden Gebäude ermittelt, für die als repräsentative Referenzgebäude weitergehende Untersuchungen vorgenommen werden sollen.

Wichtiger Hinweis für Anwohner in Marktredwitz: Der Ausbau der Bahnstrecken im Stadtgebiet von Marktredwitz erfolgt gebündelt im Projekt Hof–Marktredwitz. Die Maßnahmen in diesem Bereich sind deswegen hier nicht enthalten. 

mehr Infos zu Erschütterungsschutz

Digitalisierung der Strecke mit ETCS

Der Bahnverkehr in Nordostbayern wird digital: Durch das europäische Zugsicherungssystem ETCS hält die Digitalisierung Einzug auf der Bahnstrecke Nürnberg–Schirnding. Das ist für diese Strecke besonders wichtig, weil sie Teil eines bedeutenden europäischen Korridors ist – des TEN-Korridors Rhein-Donau. Durch ETCS können grenzüberschreitende Strecken durchgängig ohne Systemwechsel befahren werden. Das stärkt den internationalen Schienenverkehr und setzt einen hohen Standard in der Verkehrssicherheit. Die Digitalisierung der Strecke wirkt sich aber auch auf das Aussehen der Bahnstrecke vor Ort aus: Stellwerke werden dafür neugebaut und bestehende Signale verändert oder sogar ganz abgebaut, weil die Digitalisierung sie überflüssig macht. 

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