"Bahnverkehr in der Oberpfalz": Diskussion in Regensburg

In Regensburg diskutierten (v.l.): MdB Stefan Schmidt, Lukas Iffländer (PRO Bahn), Matthias Trykowski (Bahnausbau Nordostbayern), Stefan Schell (StMB), MdL Jürgen Mistol und Moderatorin Maria Simon. (Foto: Thomas Wensauer)

Wie sieht die Zukunft des Bahnverkehrs in der Oberpfalz aus? Über diese Frage diskutierte unser Projektleiter Matthias Trykowski am vergangenen Samstag in Regensburg mit Vertretern des Bayerischen Verkehrsministeriums, von Pro Bahn und aus der Politik.

Auf Einladung von MdB Stefan Schmidt und MdL Jürgen Mistol kamen rund 50 Gäste am Samstagmorgen in die Regensburger TechBase. Was alle Teilnehmer und Besucher einte: Der Wille und die Überzeugung, dass sich der Bahnverkehr in der Oberpfalz verbessern soll. Das war auch die Motivation der beiden Gastgeber für die Veranstaltung. Die Politiker setzen sich in ihrer Arbeit auf Bundes- und Landesebene für das Thema ein. Ein wichtiger Baustein für einen besseren Bahnverkehr in der Region ist der Ausbau der Infrastruktur – der Bahnausbau Nordostbayern. Vor allem die Elektrifizierung von Hof nach Regensburg spielt eine große Rolle: Die Bahnstrecke führt in Nord-Süd-Richtung fast durch die komplette Oberpfalz und ist eine wichtige Verkehrsader für die Menschen. Aber auch die Beseitigung des Nadelöhrs zwischen Regensburg und Obertraubling durch den Bau zusätzlicher Gleise ist bedeutend für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Infrastruktur.

Als Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr gab Stefan Schell einen kurzen Abriss über Initiativen des Freistaates rund um den Bahnverkehr. Als wichtige Aspekte nannte er kurzfristige Verbesserungen im Nahverkehr, beispielsweise durch Taktverdichtungen und die Schließung von Taktlücken. Der Freistaat Bayern steuert über die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) den Nahverkehr im Bundesland. Zudem sprach Schell über den barrierefreien Ausbau im Freistaat sowie mögliche Streckenreaktivierungen. Die Sicht der Fahrgäste brachte Lukas Iffländer als stellvertretender Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO Bahn mit ein. Er skizzierte die derzeitige Situation für Reisende in der Oberpfalz sowie Visionen für die Mobilität von morgen.

In der anschließenden Diskussion meldeten sich zahlreiche Besucher zu Wort. Ihre Fragen reichten von der derzeitigen Verkehrssituation in der Region über die Entwicklung einer Regensburger Stadtbahn bis hin zum Ausbau der Strecken in Richtung Tschechien. Wichtige Themen waren auch die Reaktivierung von Strecken oder Bahnhöfen und der Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm.

 

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