Elektrifizierung Hof–Marktredwitz: Denkmalgeschützte Brücke in Schwarzenbach an der Saale bleibt erhalten

Planungsvereinbarung abgeschlossen: Denkmalgeschützte Sandler Brücke in Schwarzenbach a.d. Saale bleibt erhalten.

Nach intensiven Abstimmungen mit der Stadt Schwarzenbach an der Saale und der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Hof ist es nun offiziell: Die denkmalgeschützte Sandler Brücke, benannt nach dem größten Arbeitgeber der Stadt in unmittelbarer Nähe zur Brücke, kann erhalten bleiben. Die Stadt verzichtet dafür im Rahmen der Elektrifizierung auf den Erhalt der Brücke Förbauer Weg. Die Planungsvereinbarungen für alle Eisenbahnkreuzungen in Schwarzenbach an der Saale wurden zwischen der Stadt und der DB Netz AG abgeschlossen.

 

In Schwarzenbach an der Saale führt die Rudolf-Diesel-Straße auf der denkmalgeschützten Sandler Brücke über die Bahnstrecke zum Gewerbegebiet. Da die Brücke jedoch keine ausreichende Höhe für die Elektrifizierung hat, müssen im Zuge des Bahnausbaus Änderungen vorgenommen werden. Bisher ging die DB Netz AG davon aus, dass die Brücke abgebrochen und eine neue Betonbrücke mit einer größeren Höhe gebaut werden muss, da dies die wirtschaftlichste Lösung darstellte. In intensiver Abstimmung mit der Stadt Schwarzenbach an der Saale, dem Bundesverkehrsministerium und dem Eisenbahn-Bundesamt konnte eine alternative Lösung erarbeitet und abgestimmt werden.

 

Vorgesehen ist nun, dass die Gleise im Bereich der Brücke abgesenkt werden, sodass das denkmalgeschützte Bauwerk als Übergang für den Fuß- und Radverkehr erhalten bleiben kann. Die Gleisabsenkung an der Sandler Brücke ist zwar kostenintensiver als ihr Neubau, allerdings verzichtet die Stadt Schwarzenbach an der Saale im Rahmen der Streckenelektrifizierung auf den Erhalt der ebenfalls zu niedrigen Brücke Förbauer Weg, die andernfalls auch hätte neu gebaut werden müssen. Durch dieses Entgegenkommen der Stadt Schwarzenbach sind die Mehrkosten für die Gleisabsenkung an der Sandler Brücke wirtschaftlich darstellbar.

 

Matthias Holfeld, Projektleiter der DB Netz AG im Abschnitt Hof–Marktredwitz freut sich über das positive Ergebnis der Abstimmungen: „Es wird so die wirtschaftlichste Paketlösung für alle Eisenbahnkreuzungen in Schwarzenbach an der Saale umgesetzt. Damit kann auch den Forderungen des Denkmalschutzes, der Stadt und dem Anliegen vieler Bürger:innen, das denkmalgeschützte Bauwerk zu erhalten, Rechnung getragen werden.“

 

„Mit dem Erhalt dieser schönen Brücke aus der Entstehungszeit der Bahnlinie erhalten wir die direkte fuß- und radläufige Verbindung vom Wohngebiet zum Arbeitsplatz. Der jahrelange Einsatz für diese von der Stadt favorisierte Lösung hat sich gelohnt“, stellt 1. Bürgermeister Hans-Peter Baumann erfreut fest.

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