Neusorg im Fichtelgebirge: Zu Besuch im Gemeinderat und an der Bahnbrücke

Zu Gast im Gemeinderat Neusorg: Projektingenieur Alexander Schmidt erläutert die Vorplanung.

Die Gemeinde Neusorg liegt am Rande des Fichtelgebirges, im Naturpark Steinwald. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Eisenbahn und dem Bau der Bahnstrecke von Nürnberg nach Cheb verbunden. Wir waren gestern Abend zu Gast im Gemeinderat. Zuvor haben wir der beeindruckenden Eisenbahnbrücke im Gemeindegebiet einen Besuch abgestattet. 

In Neusorg leben rund 2.000 Menschen in neun Ortsteilen. Neusorg liegt im Landkreis Tirschenreuth, ganz im Norden der Oberpfalz. Auf einer Infotafel am Rathaus Neusorg ist zu lesen: "Erst als um die Jahrhundertwende die Bahnlinie Nürnberg–Kirchenlaibach–Eger den Ort berührte, setzte seine Entwicklung ein." Auch heute noch ist die Bahnanbindung für die Menschen in der Gemeinde wichtig: Vom Bahnhof Neusorg aus geht es stündlich in beide Richtung - über Kirchenlaibach Richtung Bayreuth bzw. Coburg und über Marktredwitz in Richtung Hof bzw. Bad Steben. 

In der Sitzung des Gemeinderates stellten wir den Bahnausbau Nordostbayern vor und gingen vor allem auf die derzeit laufende Vorplanung im Planungsabschnitt zwischen Immenreuth und Marktredwitz ein. Die Vorplanung ist hier bereits weit fortgeschritten und soll in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Im Gemeindegebiet von Neusorg sind voraussichtlich vor allem der Bahnhof und eine Straßenbrücke von Änderungen im Zuge der Elektrifizierung betroffen. 

Projektleiter Michael Engelmann im Rathaus von Neusorg.

Dazu stellten der Projektleiter für die Strecke Nürnberg-Schirnding Michael Engelmann und der Projektingenieur für den betroffenen Planungsabschnitt Alexander Schmidt die bereits vorliegenden Erkenntnisse für die Verteter der Kommune vor: Eine Straßenbrücke im Gemeindegebiet muss voraussichtlich mit größerer Höhe neu gebaut werden, für eine andere wird eine Tieferlegung der Gleise vermutlich ausreichen, um die erforderliche Höhe zu erreichen. Im Bahnhof soll zudem eine Überholmöglichkeit für 740 Meter lange Güterzüge geschaffen werden. Die Gemeinderäte und der Bürgermeister zeigten großes Interesse am Bahnprojekt. Sie begrüßten den Einblick in die derzeit laufenden Planungen. Auf Nachfrage konnten viele Punkte geklärt werden. 

Schon vor dem Termin im Gemeinderat haben wir die Gelegenheit zu einem kleinen Abstecher genutzt und die Eisenbahnbrücke über die Fichtelnaab besucht. Die Brücke ist Teil der Bahnstrecke von Nürnberg nach Marktredwitz und wird auch als "Riglasreuther Viadukt" bezeichnet. Sie ist 150 Meter lang und rund 40 Meter hoch. Erbaut wurde sie mit dem Bau der Bahnstrecke um das Jahr 1877 und im 20. Jahrhundert um ein zusätzliches zweites Gleis erweitert. Bei der Fahrt über das Viadukt bietet sich vom Zug aus ein toller Ausblick in die Oberpfalz hinein. Aber auch vom Boden aus beeindruckt die Eisenbahnbrücke mit ihren stattlichen Dimensionen. 

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