Umweltverträglichkeit: Scoping-Unterlage für weitere Abschnitte eingereicht

Auf großen Plänen werden im Scoping sensible Bereiche markiert. Dualer Student Johannes Böhm zeigt ein Schutzgebiet.

Es geht voran: In dieser Woche konnten wir für weitere Abschnitte der Strecke Nürnberg-Marktredwitz die Unterlagen zum sogenannten Scoping vollständig beim Eisenbahn-Bundesamt einreichen. Damit haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht für die Umweltverträglichkeit des Projektes.

Aber was ist eigentlich das Scoping? Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff in etwa "Rahmenuntersuchung". Denn im Scoping wird der Rahmen für die spätere Umweltverträglichkeitsprüfung gesetzt. Dazu wird analysiert, welche Auswirkungen auf die Umgebung der Bahnstrecken möglich sind und im weiteren Verlauf näher untersucht werden müssen. Im Scoping wird festgelegt, welche Themen in der Umweltverträglichkeitsprüfung behandelt werden sollen (z.B. Vogelschutz). Außerdem werden die Untersuchungsformen (z.B. Vogelkartierungen) sowie die Untersuchungsmethoden (z.B. Zählung von Vögeln) definiert. So stellt das Scoping schon ganz am Anfang der Planung die Weichen, damit die Umgebung der Bahnstrecken beim Ausbau möglichst wenig beeinträchtigt wird. Ausführliche Informationen zum Scoping und den Ablauf haben wir in einem Faktenblatt zusammengetragen.

Da kommt was zusammen: Die Unterlagen zum Scoping sind sehr umfangreich.

Ein wichtiger Baustein beim Scoping ist die Beteiligung von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. Denn niemand kennt die Umgebung der Bahnstrecken so gut wie die Gemeinden und die Behörden, die dort zuständig sind. Deswegen erhalten diese im Scoping einen Einblick in den von der DB angedachten Untersuchungsumfang für die Umweltverträglichkeitsprüfung. Dazu tragen wir zahlreiche Pläne und Übersichten zusammen und erstellen einen ausführlichen Bericht. Diese umfangreichen Unterlagen haben wir nun für die Planungsabschnitte drei und vier – diese reichen in etwa von Pegnitz bis Immenreuth – an das Eisenbahn-Bundesamt übergeben. Vom Eisenbahn-Bundesamt werden die Unterlagen in den nächsten Wochen an die betroffenen Stellen weitergegeben.

Schon Ende des vergangenen Jahres konnten wir das Scoping für den östlichsten Planungsabschnitt fünf abschließen - dieser reicht in etwa von Immenreuth bis nach Marktredwitz. Die noch fehlenden Abschnitte eins und zwei (von Nürnberg bis Pegnitz) folgen in den nächsten Monaten. Auch hier werden natürlich die Kommunen, Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beteiligt. 

 

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