Verkehrskonferenz des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge

Viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen zur Verkehrskonferenz des Landkreises Wunsiedel.

Der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge liegt ganz im Nordosten Bayerns, an der Grenze zu Tschechien. Rund 75.000 Menschen leben dort. Wie sich die Mobilität für die Menschen im Landkreis auf Straße und Schiene weiterentwickeln kann, haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft am Montag gemeinsam diskutiert. Wir waren dabei und haben den Bahnausbau Nordostbayern vorgestellt.

Auf Einladung von MdL Martin Schöffel kamen zahlreiche Besucher zur Verkehrskonferenz des Landkreises Wunsiedel ins Egerland Kulturhaus in Marktredwitz, darunter zahlreiche Bürgermeister, Landrat Karl Döhler und MdL Jürgen Baumgärtner (verkehrspolitischer Sprecher der CSU im Bayerischen Landtag). Alle waren sich einig, dass die Infrastruktur im Landkreis und der Region noch verbessert werden kann. Ein Schwerpunkt der Diskussionen drehten sich dabei um den Aus- und Neubau von Straßen. 

Aber auch die Bahnstrecken im Landkreis Wunsiedel haben noch viel Luft nach oben: Derzeit ist kein einziger Meter der Schienen mit einer Oberleitung ausgestattet, wodurch in der Region nur Dieselzüge fahren können. Damit sich daran etwas ändert, gibt es den Bahnausbau Nordostbayern als wichtigstes Schienen-Projekt der kommenden Jahre im Landkreis. Mit den beiden Strecken Hof-Regensburg und Nürnberg-Schirnding sind die wichtigsten Schienenwege des Landkreises Wunsiedel für einen Ausbau und die Elektrifizierung vorgesehen. Die Menschen im Landkreis und in der ganzen Region werden davon profitieren.

Auch die Politik begrüßt den Ausbau der Bahnstrecken. Bei der Schaffung gleichwertiger Verhältnisse zwischen Stadt und Land ist eine gute Schienen-Anbindung ein wichtiger Aspekt, so die politischen Vertreter in Marktredwitz. Die Infrastruktur dürfe deswegen nicht nur in den Metropolen ausgebaut werden, sondern auch in ländlichen Gebieten. Ein Teilnehmer aus der tschechischen Nachbarregion Eber/Cheb betonte die Bedeutung der Verkehrswege für die Entwicklung der Region, auch über Landesgrenzen hinweg. Gerade im Großraum Karlsbad gebe es viele Investoren, die neue Arbeitsplätze schaffen werden. Vertreter der regionalen Wirtschaft verdeutlichten, dass Infrastruktur und Mobilität entscheidende Standortfaktoren für Unternehmen sind. In Zeiten von Fachkräftemangel ist die Erreichbarkeit der Region nicht zuletzt auch für die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern von enormer Bedeutung. 

 

Zurück

Aktuelles

Mediathek

Kontakt