Koordinierungsrat Bahnausbau Nürnberg - Schirnding gegründet

Auftaktsitzung mit zahlreichen Mandatsträgern aus der Region • Vorplanung für Streckenausbau liegt im Zeitplan

(Lauf, 18. Juni 2018) Die geplante Elektrifizierung der Bahnverbindung von Nürnberg über Marktredwitz bis zur deutsch-tschechischen Grenze bei Schirnding steht im Fokus eines neu gegründeten Koordinierungsrates. Abgeordnete, Landräte, Bürgermeister und Verbandsvertreter aus allen Regionen entlang der mehr als 150 Kilometer langen Strecke sowie Vertreter des Freistaates Bayern folgten der Einladung der Deutschen Bahn AG und trafen sich heute in Lauf an der Pegnitz zur Auftaktsitzung.

 

„Mit dem Koordinierungsrat wollen wir die gegenseitige Information und Kommunikation stärken. Wir setzen auf frühzeitige Einbindung aller Betroffenen vor Ort sowie eine transparente und intensive Auseinandersetzung mit offenen Fragen“, betonte Alfred Schmitt, Leiter Großprojekte Süd bei der DB Netz AG, der die Leitung des Gremiums übernommen hat.

Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner ergänzt: „Der Koordinierungsrat bringt zusätzlichen Rückenwind für dieses Mega-Projekt. Die Interessen bei diesem Ausbau sind vielfältig. Sie reichen von der Schnittstelle zum S-Bahn-Ausbau im Nürnberger Nordosten über die Herausforderungen im Pegnitztal bis zum elektrischen Lückenschluss nach Tschechien. Daher ist es sinnvoll, diese in einem Gremium zu bündeln. Bayern hat im Bahnbereich bisher beste Erfahrungen mit solchen Beteiligungsformaten gemacht. Ich setzte stark darauf, dass wir dadurch auch hier mehr Transparenz, mehr Akzeptanz und mehr Tempo bei der Realisierung erreichen.“

Der Koordinierungsrat soll künftig in der Regel zweimal jährlich tagen. Es wird einen Austausch zu allen den Streckenausbau betreffenden Themen ermöglichen und die Kräfte im Hinblick auf gemeinsame Ziele bündeln.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg – Marktredwitz - Schirnding Grenze ist gemeinsam mit der Elektrifizierung von Marktredwitz nach Hof als Projekt des Vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten. Die Bahn hat seit Mitte 2017 Planungsauftaktgespräche mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden entlang der Strecke geführt. Derzeit läuft die Vorplanung für das Vorhaben, erste Ergebnisse werden Ende 2019 erwartet. Ziel des Projektes ist, die Elektrifizierungslücke zwischen Bayern, Sachsen und Tschechien zu schließen und hierdurch Verbesserungen beim Zugangebot zu ermöglichen.

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