Politische Vertreter besichtigen Bahnstrecke im Pegnitztal

Hoher Besuch an der Bahnstrecke Nürnberg–Marktredwitz: Auf Einladung des Landkreises Nürnberger Land kamen am gestrigen Mittwoch zahlreiche politische Vertreter aus Bundes- und Landtag sowie von Landkreisen und Kommunen ins Pegnitztal. Bei einer Besichtigungstour wurden mit dem Bus verschiedene Stationen an der Strecke angefahren und die Besonderheiten des Abschnitts im Pegnitztal aufgezeigt.  

Die Bedeutung des Streckenausbaus für die Region bekräftigten die politischen Vertreter sowie Vertreter der regionalen Wirtschaft dabei übereinstimmend. Menschen und Unternehmen sind angewiesen auf eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur vor Ort. Aus diesem Grund ist das Interessen in der Region hoch an einem Ausbau der wichtigen Verbindung in Richtung Nürnberg und Marktredwitz. Auch zwei Vertreter des Bezirks Karlsbad (Karlovy Vary) waren dabei und schilderten die tschechische Sichtweise. Sie unterstrichen das Interesse an einer elektrifizierten Verbindung zwischen Nürnberg und Tschechien sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr.

Die Bahnstrecke im Pegnitztal ist Teil der Franken-Sachsen-Magistrale, die von Nürnberg über Marktredwitz weiter in Richtung Dresden führt. Der Abschnitt im Pegnitztal bietet einige technische und räumliche Besonderheiten: Auf nur acht Kilometern überquert die Strecke insgesamt 23 größtenteils denkmalgeschützte Brücken über die Pegnitz und fährt durch sieben Tunnel. Teilweise ist der Abstand zwischen Brücken und Tunneln sehr gering. Die besonderen Herausforderungen für die Ausbauplanungen in diesem Abschnitt wurden beim Ortstermin deutlich.

Derzeit werden in einem von der Elektrifizierung unabhängigen Projekt vier der 23 Pegnitzbrücken erneuert. An einer Baustelle erläuterte der zuständige Projektleiter der DB Netz AG die Hintergründe: Einige der denkmalgeschützten Brücken befinden sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um den Bahnverkehr nicht zu gefährden und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Daher werden vier dieser Brücken in den nächsten Monaten erneuert. Das Schicksal der weiteren Brücken ist derzeit größtenteils noch unklar.

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