Wichtiger Meilenstein für Umweltverträglichkeit: Einreichung erster Scoping-Unterlage beim Eisenbahn-Bundesamt

(Nürnberg, 30. August 2019) Mit unseren Projekten wollen wir die Mobilität in Nordostbayern besser und klimafreundlicher machen. Davon profitieren Mensch und Natur gleichermaßen. Große Bauprojekte haben aber immer auch große Auswirkungen für die Umgebung unserer Bahnstrecken, insbesondere während der Bauzeit. Diese Auswirkungen lassen sich leider nicht ganz vermeiden, aber minimieren. Mit der Einreichung der sogenannten Scoping-Unterlage für den ersten von fünf Planungsabschnitten der Ausbaustrecke Nürnberg–Marktredwitz haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, um unser Projekt mit dem Schutz der Umwelt in Einklang zu bringen.

 

Zu möglichen Auswirkungen des Projektes gehören beispielsweise baubedingte Beeinträchtigungen wie die Benutzung von Baueinrichtungsflächen oder die Lärmentwicklung in der Bauphase, aber auch dauerhafte Auswirkungen wie der Rückschnitt von Bäumen oder die mögliche Gefährdung von Vögeln durch die Oberleitungsanlage. Für die Schutzgüter Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Landschaft und kulturelles Erbe sollen die Beeinträchtigungen möglichst gering gehalten werden.

 

In Deutschland regelt das „Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung“ (UVPG) die nötigen Schritte. Schon in der Vorplanung zum Ausbau oder Neubau einer Bahnstrecke sollen mögliche Konsequenzen für die Schutzgüter im Blick behalten werden. Das UVPG sieht dafür das sogenannte Scoping vor. Scoping bedeutet in etwa „Rahmenuntersuchung“. Dabei wird noch vor der eigentlichen Umweltverträglichkeitsprüfung der Untersuchungsrahmen und die weitere Vorgehensweise festgelegt. Beispielsweise wird untersucht, welche Tiere und Pflanzen vom Projekt betroffen sein könnten und weiter betrachtet werden müssen. Im Scoping wird beschrieben, wie mit den einzelnen Umweltthemen weiter umgegangen werden soll.

 

Die Scoping-Unterlage wird durch die DB erstellt und beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Auch die sogenannten „Träger öffentlicher Belange“ werden eingebunden. Das sind beispielsweise die Landkreise, durch deren Gebiet die Bahnstrecke führt, weitere Behörden oder anerkannte Naturschutzvereine. Die Träger öffentlicher Belange prüfen die Scoping-Unterlage und machen dazu ggf. Anmerkungen. Durch das Scoping sollen schon in der Vorplanung die richtigen Weichen gestellt werden, um die Auswirkungen des Projektes auf die Umwelt richtig einzuschätzen und am Schluss so gering wie möglich zu halten.

 

Für den östlichsten der fünf möglichst gleichartigen Planungsabschnitte haben wir nun die Scoping-Unterlage an das Eisenbahn-Bundesamt übergeben. Dabei wurden für die 19 Kilometer zwischen Immenreuth und Marktredwitz insgesamt rund 450 Seiten Papier sowie rund 100 gedruckte Pläne verschickt. Fast ein halbes Jahr lang haben unsere Ingenieure und Umweltplaner parallel zu den restlichen technischen Planungen an der Erstellung des Dokumentes gearbeitet.

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