Planungsergebnisse für Oberkotzau und Döhlau

Wir haben viel vor in Oberkotzau und Döhlau: Auf dem rund 6 Kilometer langen Streckenabschnitt in den Gemeindegebieten von Döhlau und Oberkotzau werden neben dem Bau der Oberleitungsanlage auch voraussichtlich sechs Eisenbahn- und Straßenbrücken angepasst sowie drei Brücken durch einen Neubau ersetzt. Zudem werden umfangreiche Schallschutzmaßnahmen vorgenommen, ein neues Elektronisches Stellwerk gebaut sowie in etwa bis zur Gemeindegrenze ein drittes Gleis ergänzt. Genaue Angaben zu den geplanten Maßnahmen finden Sie in unserer Übersichtskarte und in den detaillierten Informationen weiter unten.

Häufige Fragen zu den Ausbauplänen

Streckenkarte

3. Gleis Hof–Oberkotzau

Zwischen Hof und Oberkotzau überlagern sich gleich mehrere Bahnstrecken. Daher ist hier auch heute schon viel los auf den beiden bestehenden Gleisen. Bei der Überarbeitung der bestehenden Planung wurden auch aktualisierte Zugzahlen des Bundes berücksichtigt. Diese prognostizieren auf dem viel befahrenen Abschnitt zwischen Hof und Oberkotzau eine Überlastung. Die Folge wäre eine schlechtere Qualität insbesondere für die Fahrgäste im Nahverkehr. Das soll ein zusätzliches Gleis verhindern: Auf rund fünf Kilometern wird westlich ein drittes Gleis ergänzt – und zwar dort, wo sich bis 1945 schon einmal ein Gleis befand und somit komplett auf Bahngrund. 

Straßenbrücke Bundesstraße B15

Zwischen Hof und Oberkotzau führt die Bundesstraße B15 auf einer Straßenbrücke über die Bahnstrecke hinweg. Für die Brücke ist das Staatliche Bauamt Bayreuth zuständig. Um alle Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren des elektrischen Stroms zu schützen, muss an der Straßenbrücke ein Berührungsschutzgitter nachgerüstet werden. Außerdem wird eine Erdung vorgenommen. 

Straßenbrücke Sportplatz Döhlau

In Döhlau führt beim Sportplatz eine Gemeindestraße direkt neben der Bundesstraße B15 auf einer Straßenbrücke über die Bahnstrecke. Die Brücke gehört der Gemeinde Döhlau. An der Straßenbrücke muss durch die Elektrifizierung aus Sicherheitsgründen ein Berührschutzgitter sowie eine Erdung nachgerüstet werden. 

Bahnhof Oberkotzau

Der Oberkotzauer Bahnhof befindet sich im Ortskern. Dort halten derzeit Züge von und nach Hof, Coburg, Bad Steben, Selb und Marktredwitz. Die Gleise sind über Aufzüge barrierefrei zugänglich. 

  • Spurplananpassung: Das 3. Streckengleis Oberkotzau–Hof wird in den bestehenden Gleisen eingebunden. Innerhalb des Bahnhofsbereichs werden zudem zwei Überholgleise für lange Güterzüge geschaffen. Zudem wird die Fahrgeschwindigkeit auf 110 km/h erhöht.
  • Oberleitungsanlage: Alle Gleise in Oberkotzau werden elektrifiziert.
  • Neubau eines Elektronischen Stellwerks (ESTW) in einem Modulgebäude im Bahnhofsbereich auf der Seite der Saale
  • Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik und der Gleisfeldbeleuchtung

Straßenbrücke Frankenbrücke

In Oberkotzau führt die Frankenbrücke über alle Bahngleise, den Bahnhof sowie die Saale hinweg und verbindet so die Wohngebiete auf beiden Seiten der Bahn für den Autoverkehr miteinander. Zudem ist von der Brücke aus ein Zugang zu Bahnsteigen des Bahnhofs über Treppen sowie Aufzug möglich. Um alle Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren des elektrischen Zugverkehrs zu schützen, werden an der Straßenbrücke Berührungsschutzgitter sowie eine Erdung nachgerüstet. 

Eisenbahnbrücke Fußweg

In Oberkotzau führt in etwa bei der Mündung der Schwesnitz in die Saale ein Fußweg unter der Bahnstrecke hindurch. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. Mit der Elektrifizierung müssen an der Eisenbahnbrücke Änderungen vorgenommen werden, um Schallschutzwände darauf befestigen zu können. 

Eisenbahnbrücke Schwesnitz

In Oberkotzau führt die Bahnstrecke über die Schwesnitz, kurz vor der Mündung in die Saale. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. Um den Schutz der Anwohner vor Lärm sicherzustellen, soll die alte und sehr laute Brücke durch eine moderne neue Eisenbahnbrücke mit reduzierter Schallentwicklung ersetzt werden. 

Fußgängerbrücke Kappelsteg

In Oberkotzau führt südlich des Bahnhofs die Fußgängerbrücke Kappelsteg über die Bahnstrecke hinweg. Die Höhe der Brücke ist ausreichend für die Elektrifizierung. Zum Schutz der Fußgänger vor den Gefahren des elektrischen Stroms müssen an der Brücke aber Übersteiggitter sowie eine Erdung nachgerüstet werden. 

Eisenbahnbrücke Mühlbach

In Oberkotzau führt die Bahnstrecke kurz nach dem Kappelsteg über den Mühlbach, der dort in die Saale mündet. Um den Schutz der Anwohner vor Lärm sicherzustellen, soll die alte und sehr laute Brücke durch eine moderne neue Eisenbahnbrücke mit reduzierter Schallentwicklung ersetzt werden.

Eisenbahnbrücke Saale (Mühlgraben)

In Oberkotzau führt die Bahnstrecke über die Saale/Mühlgraben, in etwa auf Höhe des Motorradcenters. Die Bahnstrecke verläuft hier auf einer Eisenbahnbrücke. Um auf der Brücke Schallschutzwände befestigen können, sind auch an der Brücke Anpassungen erforderlich.

Straßenbrücke Klingerweg

Im Gemeindegebiet Oberkotzau kreuzt die Bahnstrecke bei Fattigau eine Gemeindestraße beim Heidberg. Die Straßenbrücke hat nicht die erforderliche Höhe für die Elektrifizierung. Daher ist ein Neubau der Brücke mit größerer Höhe an gleicher Stelle vorgesehen.

Schallschutz-Maßnahmen in Döhlau und Oberkotzau

Durch den Ausbau haben Anwohner an der Bahnstrecke Hof–Marktredwitz Anspruch auf Lärmvorsorge. Details dazu regeln das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) sowie die 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (16. BImSchV). Für die Gemeindegebiete Döhlau und Oberkotzau bedeutet das:

Döhlau: Zum Schutz der Anwohner in Döhlau wird östlich des Bahnbogens Döhlau eine Schallschutzwand mit einer voraussichtlichen Höhe von 3-5 Metern errichtet. Die genauen Abmessungen der Schallschutzwände werden im Zuge der Entwurfsplanung ermittelt.

Oberkotzau: In Oberkotzau sollen Schallschutzwände mit einer Höhe von voraussichtlich 3-5 Metern im gesamten Ortsbereich beidseitig der durchgehenden Hauptgleise entstehen. Die genauen Abmessungen der Schallschutzwände werden im Zuge der Entwurfsplanung ermittelt.

In Döhlau und Oberkotzau sollen zum Schutz der Anwohner nach derzeitigem Wissensstand auf insgesamt rund neun Kilometern Länge Schallschutzwände mit einer Höhe von drei bis fünf Metern gebaut werden. Zusätzlich können einige Gebäude mit passiven Schutzmaßnahmen ausgerüstet werden. Auch der Neubau der Eisenbahnbrücken Schwesnitz und Mühlbach dienen dem Schallschutz.

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Erschütterungsschutz

Um die Anwohner an unseren Bahnstrecken vor einer Zunahme der Erschütterungen durch den Bahnausbau zu schützen, erstellen wir im Rahmen der weiteren Planung eine "erschütterungstechnische Untersuchung". Dabei ermitteln wir unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie der Beschaffenheit des Untergrundes oder der Häufigkeit der Vorbeifahrten die potentiell betroffenen Gebäude. Dazu werden auch Messungen vor Ort durchgeführt. 

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Digitalisierung der Strecke mit ETCS

Der Bahnverkehr in Nordostbayern wird digital: Durch das europäische Zugsicherungssystem ETCS hält die Digitalisierung Einzug auf der Bahnstrecke Hof–Marktredwitz. Das ist für diese Strecke besonders wichtig, weil sie Teil eines bedeutenden europäischen Korridors ist – des TEN-Korridors Skandinavien-Mittelmeer. Durch ETCS können grenzüberschreitende Strecken durchgängig ohne Systemwechsel befahren werden. Das stärkt den internationalen Schienenverkehr und setzt einen hohen Standard in der Verkehrssicherheit. Für den Einsatz von ETCS werden in der Region Stellwerke neugebaut und bestehende Signale verändert oder sogar ganz abgebaut, weil die Digitalisierung sie überflüssig macht. 

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