Deutsche Bahn AG / Martin Busbach

Die Geschichte unserer Bahnstrecken

Hof–Marktredwitz–Regensburg–Obertraubling

Die heutige Strecke von Hof über Marktredwitz nach Regensburg wurde nicht in einem Zug geplant und gebaut. Als erster Abschnitt wurde als Teil der Verbindung von Nürnberg nach Regensburg die Strecke von Regensburg über Schwandorf nach Irrenlohe im Jahr 1859 eröffnet. Es folgten die Streckenabschnitte Irrenlohe–Weiden (1863), Weiden–Wiesau–Mitterteich (1864) und Mitterteich–Eger (1865). Mit der Eröffnung der Verbindung von Hof nach Eger am 1. November 1865 war schließlich erstmals eine Bahnfahrt von Regensburg nach Hof möglich, aber noch mit dem Umweg über Eger (Cheb). Der heutige Streckenverlauf wurde schließlich durch die Ergänzung der Abschnitte Oberkotzau–Marktredwitz (1877) und Marktredwitz–Wiesau (1882) hergestellt.

Der Bau der Strecke erfolgte zunächst mit nur einem Gleis. Um die Jahrhundertwende wurde schließlich ein zweites Gleis ergänzt. Bis 2005 wurde die Strecke für den Einsatz von Zügen mit Neigetechnik ertüchtigt. Dadurch können Kurven auf der Strecke schneller befahren werde und die Fahrtzeit wird verkürzt.

Der Streckenabschnitt zwischen Regensburg und Obertraubling wurde als Teilstück der Strecke von München nach Regensburg im Jahr 1859 in Betrieb genommen.

 

Ein Blick in die Geschichte der Bahnstrecken in Nordostbayern.

Nürnberg–Marktredwitz–Schirnding

Die Strecke war zunächst als direkte Verbindung von Nürnberg nach Bayreuth gedacht, das bereits 1848 mittels einer Stichbahn von Neuenmarkt-Wirsberg aus an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn angeschlossen wurde. Da der Umweg über Bamberg keine zufriedenstellende Lösung war, folgte die Planung für eine direkte Verbindung nach Nürnberg. Es standen die Varianten „Forchheim–Ebermannstadt“, „Gräfenberg–Pegnitz“, „Schnaittach–Betzenstein“ und „Neuhaus–Pegnitz“ zur Auswahl, wovon die letztere schließlich zur Ausführung kam. 1874 wurde das Projekt genehmigt. Nach nur dreijähriger Bauzeit konnten am 15. Juli 1877 der Abschnitt Nürnberg–Schnabelwaid und dessen Weiterführung nach Bayreuth eröffnet werden. Am 15. August 1878 folgte die Verlängerung Schnabelwaid–Markt Redwitz. Das Teilstück Markt Redwitz–Schirnding wurde wiederum ein Jahr später – am 20. November 1879 – in Betrieb genommen.

Der Weiterbau nach Böhmen verzögerte sich vorerst noch. Ursache war ein Streit über die genaue Trassenführung. Da im Gemeinschaftsbahnhof Eger zwischen der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen, der Kaiser Franz Josephs-Bahn und der Buschtěhrader Eisenbahn die anfallenden Kosten nach Anzahl der einmündenden Strecken berechnet wurden, wollten die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen unbedingt eine weitere Strecke in Eger vermeiden. Später wurden die Kosten nach der Achsenzahl der Züge berechnet und so fiel die Entscheidung gegen den Bahnhof Franzensbad und für den Streckenbau weiter Richtung Eger. Das letzte Teilstück Schirnding–Eger der Gesamtverbindung wurde schließlich am 1. November 1883 dem Verkehr übergeben.

Die zunächst eingleisige Strecke wurde zwischen 1898 und 1899 zwischen Nürnberg und Markt Redwitz um ein zweites Gleis erweitert und 1901 erneut für den Bahnverkehr freigegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der in der Tschechoslowakei liegende Streckenabschnitt an die Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD) über. 

Seit 1992 werden auf der kurvenreichen Strecke Neigetechnikzüge eingesetzt.

 

Nürnberg–Schwandorf–Furth im Wald

Der Bau der Strecke von Nürnberg bis Irrenlohe wurde 1856 unter König Maximilian II. von Bayern beschlossen. Eröffnet wurde dieser Abschnitt im Jahr 1859. Der Ausbau auf zwei Gleise erfolgte im Jahr 1876 (Nürnberg–Mögeldorf) beziehungunsweise in den Jahren 1910-12 (Mögeldorf–Amberg). Der Abschnitt Amberg–Irrenlohe ist auch heute noch eingleisig.

Infolge des Mangels an Schienenmaterial im Krieg wurde 1943 die Strecke zwischen Nürnberg-Laufamholz und Hersbruck (links der Pegnitz) auf ein Gleis zurückgebaut. Von Nürnberg bis Lauf (links der Pegnitz) wurde die Strecke ab 1983 elektrifiziert und für den S-Bahn-Verkehr zweigleisig ausgebaut und 1987 in Betrieb genommen. In den Jahren 2009 und 2010 wurde auch der Abschnitt von Lauf nach Hartmannshof für die S-Bahn elektrifiziert und zwischen Lauf und Hersbruck zweigleisig ausgebaut.

Der Streckenabschnitt von Schwandorf nach Furth im Wald wurde im Jahr 1861 eröffnet. Im gleichen Jahr wurde auch die Strecke von Pilsen (Tschechien) nach Furth im Wald fertiggestellt, wodurch eine durchgängige Verbindung von Nürnberg nach Prag entstand.

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