Hof–Marktredwitz

Der Abschnitt ist 42 Kilometer lang und zweigleisig. Die Vorplanung wurde 2013 begonnen und 2015 abgeschlossen. Im Anschluss wurde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung begonnen.

Der Projektabschnitt Hof–Marktredwitz ist in vier Bauabschnitte (BA) unterteilt, die zugleich als Planfeststellungsabschnitte (PFA) dienen:

BA 21 Hof Hbf:
Der Bau- und Planfeststellungsabschnitt erstreckt sich vom nördlichen Einfahrsignal in Hof (km 163,3 der Strecke 6362 Leipzig - Hof) bis zum südlichen Einfahrsignal in Hof (km 126,209  der Strecke 5100 Bamberg - Hof) und liegt ausschließlich im Stadtgebiet Hof.

BA 22 Hof-Moschendorf - Martinlamitz:
Der Bau- und Planfeststellungsabschnitt erstreckt sich vom südlichen Einfahrsignal in Hof (km 126,209  der Strecke 5100 Bamberg - Hof) bis zur Landkreisgrenze Hof / Wunsiedel im Fichtelgebirge (km 78,495 der Strecke 5050 Weiden - Oberkotzau) und liegt ausschließlich im Landkreis Hof.

BA 23 Kirchenlamitz - Thölau:
Der Bau- und Planfeststellungsabschnitt erstreckt sich von der Landkreisgrenze Hof / Wunsiedel im Fichtelgebirge (km 78,495 der Strecke 5050 Weiden - Oberkotzau) bis zur Gemarkungsgrenze zwischen Marktredwitz und Thölau innerhalb der Stadt Marktredwitz (km 53,187 der Strecke 5050 Weiden - Oberkotzau) und liegt ausschließlich im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.

BA 24 Knoten Marktredwitz:
Der Bau- und Planfeststellungsabschnitt deckt die Maßnahmen aller Ausbauprojekte des Vordringlichen Bedarfs des Bundesverkehrswegeplans 2030 innerhalb des Stadtgebietes Marktredwitz mit Ausnahme der Gemarkung Thölau ab. Für die Maßnahmen der Elektrifizierung Nürnberg - Marktredwitz - Grenze D/CZ erstreckt er sich in West-Ost-Richtung von der Regierungsbezirksgrenze Oberpfalz/Oberfranken (km 122,450 der Strecke 5903 Nürnberg - Schirnding) bis zur Stadtgrenze Marktredwitz / Arzberg (km 129,953 der Strecke 5903 Nürnberg - Schirnding). Für die Maßnahmen der Elektrifizierung Hof - Marktredwitz - Regensburg erstreckt er sich in Nord-Süd-Richtung von der Gemarkungsgrenze zwischen Marktredwitz und Thölau innerhalb der Stadt Marktredwitz (km 53,187 der Strecke 5050 Weiden - Oberkotzau) bis zur Regierungsbezirksgrenze Oberpfalz/Oberfranken (km 45,316 der Strecke 5050 Weiden - Oberkotzau). Der BA 24 liegt ausschließlich im Stadtgebiet Marktredwitz.

Grundlage der in den Jahren 2016/2017 eingereichten Planfeststellungsunterlagen war eine Elektrifizierung mit nur punktuellem Schallschutz. Damit wurde der bisherigen Vorgabe des für die Finanzierung zuständigen Bundes gefolgt, Schallschutz nur im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen vorzusehen.

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur hat Ende Juli 2017 im Zuge einer Einzelfallentscheidung festgelegt, dass die Streckenelektrifizierung im Abschnitt Hof - Regensburg mit einem Schallschutz gemäß den Standards der Lärmvorsorge gemäß der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) erfolgen soll und die hierdurch entstehenden Mehrkosten durch den Bund finanziert werden.

Die Deutsche Bahn AG hat daher die Anträge auf Planfeststellung beim Eisenbahnbundesamt ausgesetzt und wird die Planung entsprechend der Festlegung des Bundes überarbeiten. Für die Neuplanung des Schallschutzes muss die Schallentwicklung an sämtlichen Gebäuden entlang der Strecke neu berechnet und bewertet werden. Die Überarbeitung der Schallschutzplanung wird auch Plaungsänderungen an anderen Gewerken auslösen. Die Deutsche Bahn AG rechnet damit, dass die Überarbeitung der Planung mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. Im Rahmen der Überarbeitung der Planung unter der Maßgabe der Berücksichtigung des Standards der Lärmvorsorge wird die DB Netz AG erneut eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen. Anschließend werden die Anträge auf Planfeststellung überarbeitet und die ausgesetzten Planfeststellungsverfahren fortgesetzt.

 

Fotomontage: Auf der Egertalbrücke in Marktleuthen stehen künftig Oberleitungsmasten.

Maßnahmen:

  • Elektrifizierung der gesamten zweigleisigen Strecke Hof–Marktredwitz
  • Neubau/Anpassung an Straßenbrücken, welche die Bahnstrecke überspannen. Die Brücken müssen eine bestimmte Höhe haben (erforderliche lichte Höhe), damit die Oberleitungsanlage unter den Brücken Platz findet.
  • Hof: Einrichtung zusätzlicher Fahrstraßen (gesicherte Fahrmöglichkeiten für Züge), z.B. durch neue Weichenverbindungen oder Änderung der Signaltechnik, so dass Züge parallel den Bahnhof Hof passieren können sowie Neubau eines Stellwerksgebäudes
  • Oberkotzau: Herstellung seitenrichtiger (unabhängig vom Gegenverkehr anfahrbarer) Überholgleise für den Güterverkehr mit 750 Metern Länge sowie Neubau eines Stellwerksgebäudes
  • Martinlamitz: Bau einer Überleitstelle, die es den Zügen über Weichenverbindungen ermöglicht, auf das benachbarte Gleis zu fahren 
  • Marktredwitz: Spurplananpassungen einschließlich technischer Ausrüstung
  • ETCS-Ausrüstung (European Train Control System; übersetzt: Europäisches Zugsicherungs- und -steuerungssystem)

  • Maßnahmen der Lärmvorsorge

Nutzen:

  • Attraktiver Laufweg für viele Nord-Süd-Relationen im Güterverkehr auf dem so genannten Ostkorridor (Bremen/Hamburg - Uelzen - Stendal - Halle/Leipzig - Regensburg -Südbayern/Österreich/Südosteuropa)
  • Engpassauflösung im deutschen Schienennetz durch Entlastung der bestehenden Nord-Süd-Routen
  • Einsatz von leisen, spurtstarken und emissionsarmen elektrischen Triebfahrzeugen für einen effizienten und umweltfreundlichen Personenfernverkehr, Personennahverkehr und im Güterverkehr
  • Schaffung von infrastrukturellen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Personenfernverkehr
  • Reduzierung bestehender Schallpegelüberschreitungen und Begrenzung des zukünftigen Schienenlärms durch Maßnahmen der Lärmvorsorge

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