Hof–Marktredwitz

Der Abschnitt ist 42 Kilometer lang und zweigleisig. Das Projekt befindet sich derzeit in der Planfeststellung.

Der Projektabschnitt Hof–Marktredwitz ist in zwei Planfeststellungsabschnitte (PFA) und vier Bauabschnitte (BA) unterteilt:

  • PFA 1: Hof–Oberkotzau (Strecke 5100) mit
    • BA 21 Hof Bhf und
    • BA 22 Hof–Oberkotzau
  • PFA 2: Oberkotzau–Marktredwitz (Strecke 5050) mit
    • BA 23 Oberkotzau–Marktredwitz und
    • BA 24 Marktredwitz Bhf

Für den PFA 1 wurde der Antrag zur Planfeststellung am 12. August 2016 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht.

Für den PFA 2 wurde der Antrag zur Planfeststellung am 27. Februar 2017 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht.

Grundlage der eingereichten Planfeststellungsunterlagen war eine Elektrifizierung mit nur punktuellem Schallschutz. Damit wurde der bisherigen Vorgabe des für die Finanzierung zuständigen Bundes gefolgt, Schallschutz nur im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen vorzusehen.

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur hat Ende Juli 2017 im Zuge einer Einzelfallentscheidung festgelegt, dass die Streckenelektrifizierung im Abschnitt Hof - Regensburg mit einem Schallschutz gemäß den Standards der Lärmvorsorge gemäß der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) erfolgen soll und die hierdurch entstehenden Mehrkosten durch den Bund finanziert werden.

Die Deutsche Bahn AG hat daher die Anträge auf Planfeststellung beim Eisenbahnbundesamt ausgesetzt und wird die Planung entsprechend der Festlegung des Bundes überarbeiten. Für die Neuplanung des Schallschutzes muss die Schallentwicklung an sämtlichen Gebäuden entlang der Strecke neu berechnet und bewertet werden. Die Überarbeitung der Schallschutzplanung wird auch Plaungsänderungen an anderen Gewerken auslösen. Die Deutsche Bahn AG rechnet damit, dass die Überarbeitung der Planung 1-2 Jahre in Anspruch nehmen wird. Anschließend wird die Deutsche Bahn AG erneut eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung durchführung und dann mit der neuen Planung in das Planfeststellungsverfahren gehen.

 

Auf der Egertalbrücke in Marktleuthen stehen künftig Oberleitungsmasten.

Maßnahmen:

  • Elektrifizierung der gesamten zweigleisigen Strecke Hof–Marktredwitz
  • Neubau/Anpassung an Straßenbrücken, die die Bahnstrecke überspannen. Die Brücken müssen eine bestimmte Höhe haben (erforderliche lichte Höhe), damit die Oberleitungsanlage unter den Brücken Platz findet.
  • Hof: Einrichtung zusätzlicher Fahrstraßen (gesicherte Fahrmöglichkeiten für Züge), z.B. durch neue Weichenverbindungen oder Änderung der Signaltechnik, so dass Züge parallel den Bahnhof Hof passieren können sowie Neubau eines Stellwerksgebäudes
  • Oberkotzau: Herstellung seitenrichtiger (unabhängig vom Gegenverkehr anfahrbarer) Überholgleise für den Güterverkehr mit 750 Metern Länge sowie Neubau eines Stellwerksgebäudes
  • Martinlamitz: Bau einer Überleitstelle, die es den Zügen über Weichenverbindungen ermöglicht, auf das benachbarte Gleis zu fahren 
  • Marktredwitz: Spurplananpassungen einschließlich technischer Ausrüstung
  • ETCS-Ausrüstung (European Train Control System; übersetzt: Europäisches Zugsicherungs- und -steuerungssystem)

Nutzen:

  • Attraktiver Laufweg für viele Nord-Süd-Relationen im Güterverkehr (Hamburg–Wittenberge/Stendal–Halle/Leipzig–Regensburg–Österreich/Südosteuropa)
  • Engpassauflösung, da Entlastung der bestehenden Nord-Süd-Routen
  • Einsatz von spurtstarken, umweltfreundlichen, emissionsarmen elektrischen Triebfahrzeugen
  • Schaffung von infrastrukturellen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Personenfernverkehr

Interaktive Detailkarte Hof–Marktredwitz

Broschüre

Hier finden Sie die Broschüre zur Einzelstrecke Hof–Marktredwitz zum Download (Stand 2016).

  ... auch als Flyer.

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