Deutsche Bahn AG / Marion Fink

Der Bahnausbau Nordostbayern

Wir machen das Schienennetz in Nordostbayern fit für die Zukunft. Bund und Bahn investieren stärker denn je in die Schienenprojekte in der Region. Für sieben Streckenabschnitte auf drei Achsen mit insgesamt fast 500 Kilometern Länge in Mittelfranken, Oberfranken und der Oberpfalz sieht der Bund einen Ausbau vor.

Die Bahnstrecken im Nordosten Bayerns können derzeit nur mit Dieselzügen befahren werden und nicht mit klimafreundlichen elektrischen Zügen. Das liegt daran, dass an den Strecken keine Oberleitungsanlage vorhanden ist, über die Züge mit Strom versorgt werden können. Die fehlende Elektrifizierung ist nicht nur schlecht fürs Klima, sondern auch für die Anbindung der Menschen in Nordostbayern. Beispielsweise gibt es wegen der fehlenden Elektrifizierung derzeit keinen Fernverkehr in der Region. Als Teil wichtiger Verbindungen durch Deutschland und Europa wirken sich diese Defizite weit über Nordostbayern hinaus auch auf das gesamtdeutsche und europäische Schienennetz nachteilig aus. Beispielsweise werden zusätzliche Umstiege auf einigen Relationen erforderlich – von einem Dieselzug in einen elektrischen oder umgekehrt. Das verlangsamt viele Verbindungen zum Beispiel von Bayern aus in Richtung Dresden.  Um das zu ändern, hat der Bund im Bundesverkehrswegeplan 2030 den Ausbau mehrerer Strecken im Nordosten Bayerns vorgesehen.

Die Strecken von Nürnberg zur tschechischen Grenze sowie von Hof bis Regensburg/Obertraubling sind Bestandteil wichtiger europäischer Korridore. Der Ostkorridor als Nord-Süd-Route ist Teil der europäischen Projekte auf der Achse von Skandinavien bis zum Mittelmeer. Die Strecken nach Tschechien sind Teil des West-Ost-Korridors Rhein-Donau. Die Franken-Sachsen-Magistrale von Nürnberg durch das Pegnitztal und weiter bis nach Schirnding und die südlich verlaufende Strecke von Nürnberg über Amberg nach Schwandorf und Furth im Wald erhalten dadurch eine internationale Dimension.

Mehr als 150 Jahre nach dem Bau der Strecken sind die Weichen für eine umfassende Modernisierung gestellt. Dabei gilt es je nach Streckenabschnitt unterschiedliche Herausforderungen wie Tunnel oder Brücken zu bewältigen. Am Ende werden Personen und Güter umweltfreundlicher und wirtschaftlicher im Nordosten Bayerns unterwegs sein. Davon profitieren Menschen, Unternehmen und die Natur.

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